Dr. Dr. Marianne Hagen
Nordstraße 11
40477 Düsseldorf, NRW
Telefon: 0211 4911905



Kieferchirurgie

Es gibt eine Fülle von kieferchirurgischen Operationen. Hier seien nur die wichtigsten Operationen, die ambulant in einer kieferchirurgischen Praxis durchgeführt werden, erwähnt:

1. Zahnsanierung

Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen führen in örtlicher Betäubung, in örtlicher Betäubung in Kombination mit Psychopharmaka (dadurch verliert der Patient seine Angst und wird ganz ruhig) oder in Vollnarkose komplette Zahnsanierungen durch. Darunter versteht man das komplexe Behandeln mit Entfernung von nicht erhaltungswürdigen Zähnen, der Entfernung von Weisheitszähnen und der Entfernung von isolierten Cysten oder Cysten an der Wurzelspitze. Ferner wird bei sehr ängstlichen Patienten, die in örtlicher Betäubung nicht behandelbar sind, auch eine Zahnsanierung in Form von Cariesentfernung durchgeführt.

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2. Entfernung von Zähnen

Eine Zahnentfernung kann einfach sein. Es können sich jedoch auch unerwartete Schwierigkeiten auftreten. Ein Kieferchirurg beherrscht alle Schwierigkeiten einer Zahnentfernung. Die Röntgendiagnostik zeigt uns die Anzahl der Wurzeln und die Lage der Wurzeln und die Wurzelkonfiguration nur zweidimensional und nicht wie benötigt dreidimensional. Die anatomischen Risiken bringt der Patient mit, nämlich den Nervus mentales, ein Nerv, der die Kinnhaut sensibel versorgt, den Nervus alveolaris inferior, der die Wangenhaut und das Kinn sensibel versorgt und den Nervus lingualis, der die Zunge sensibel mit Gefühl versorgt. Im Oberkiefer kann die Kieferhöhle bei der Zahnentfernung eröffnet werden. Der Operateur muß dann auch in der Lage sein, die Kieferhöhle operativ sofort verschließen zu können. Ansonsten kommt es innerhalb einer Woche in 80 Prozent zu einer Kieferhöhleninfektion, die nur schwer behandelbar ist.

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3. Weisheitszahnoperationen

Weisheitszähne sind die achten Zähne in jedem Kieferquadrant des Ober- und Unterkiefers. In den seltensten Fällen ist im Kiefer genügend Platz für den Durchbruch der Weisheitszähne, so daß die meisten Weisheitszähne unter der Schleimhaut und Knochen verdeckt im Kiefer bleiben. Dort kommt es häufig zu Entzündungen lokaler Art, die sich aber innerhalb von 6-8 Stunden so schlimm ausbreiten können, daß der Mensch keine Luft mehr bekommt, nicht mehr schlucken kann und eine Intensivstation benötigt. Als es noch keine Antibiotika gab, verstarben viele Menschen an solchen Zahnvereiterungen. Dies wird im Zeitalter der Antibiotika heute gern vergessen. Weisheitszähne sollten immer in einem nicht entzündlichen Stadiums entfernt werden. Die Risiken der Weisheitszahnentfernungen sind in dem Kapitel Entfernen von Zähnen erläutert worden. Je nach Lage und Kompliziertheit ist eine operative Entfernung sogar in Vollnarkose nötig, da der Patient sich nicht bewegt und damit die Risiken zur Schädigung von Nerven minimiert werden können. Da die Weisheitszähne sehr tief und sehr weit hinten im Kiefer liegen, muß man bei der Operation sehr an den Wangen ziehen. Dadurch bedingt kommt es meist auch zu starken Schwellungen im Operationsgebiet. Durch gutes Kühlen 48 Stunden lang mit einem kalten feuchten Waschlappen kann man die Schwellungszustände nach einer Operation deutlich reduzieren. Die Wundheilung solcher komplizierter Operationen ist nicht immer schnell und unproblematisch. Wird die sonst übliche Mundhygiene nicht durchgeführt, kommt es sehr schnell zu einer Infektion der Operationswunde. Komplizierte Zahn- und Weisheitszahnentfernungen sollten immer von Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen durchgeführt werden, da diese durch die lange Ausbildung und durch die Vielzahl der überwiesenen Patienten Operationen in kürzester Operationszeit durchführen und das Risiko von Nervschädigungen dadurch minimiert wird.

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4. Wurzelspitzenresektionen

Liegt eine Wurzelentzündung vor, wird in der Regel ein Patient von seinem Zahnarzt zu einem Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen überwiesen. Dieser wird den Patienten über den Eingriff, der meist in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann, aufklären, sowie über die damit verbundenen Risiken. Im Unterkiefer sind dies Nervempfindungsstörungen nach der Operation, die lange andauern können und im Oberkiefer hauptsächlich das Eröffnen der Kieferhöhle. Das Zahnfleisch muß aufgeschnitten werden. Der Kieferknochen wird an der Stelle, die zu der Entzündung führt, weggebohrt. Die Wurzelspitze wird gekürzt. Ist bereits eine Wurzelfüllung in dem Zahn vorhanden, ist der Eingriff wesentlich kürzer. Falls noch keine Wuzelfüllung vorhanden ist, muß während der Operation eine Wurzelfüllung gemacht werden. Die Prognose einer Wurzelspitzenresektion beträgt ca. 80 %. In 20 % verheilt der Knochen nicht. Es bilden sich Fisteln oder Granulationsgewebe, aber kein normaler Knochen. Der im Knochen vorhandene Defekt kann während der Operation mit einem Knochenersatzmaterial aufgefüllt werden. Ich verwende ein synthetisch hergestelltes Material, nämlich Alpha- oder Beta-Tricalciumphospat oder einen demineralisierten Rinderknochen. Diese Materialien liegen in Körnerform in verschiedenen Korngrössen vor. Die einzelnen Köner werden fest in den Defekt gestopft und mit einem lokalen Antibiotikum versehen. Diese zusätzliche Therapie mit Knochenersatzmaterialien hat die Erfolgsprognose der Wurzelspitzenresektionen auf über 90 % in meiner Praxis gebracht. Dadurch müssen viele Patienten nicht nochmals operiert werden. Leider wenden immer noch nicht alle Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen diese wesentlich bessere Therapie an. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen diese bessere Therapie nicht.

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5. Parodontose Operationen

Ursachen der Parodontoseerkrankung

Die Zahnpflege muß ständig möglichst perfekt gemacht werden. Es gibt sehr viele Hilfsmittel, die benutzt werden müssen, um einen Zahn wirklich sauber zu bekommen. Denn ein sauberer Zahn bekommt keine Caries und keine Parodontose. Da die Bevölkerung nicht gut im Zähneputzen ausgebildet worden ist, putzt ein Großteil der Bevölkerung schlecht die Zähne. Die unmittelbare Folge sind Caries, Füllungen, Kronen, Brücken und Prothesen und Parodontose. Wird das Zahnfleisch über längere Zeiträume schlecht gepflegt, lockert sich der gesamte Zahnhalteapparat und es kommt zu Zahnlockerungen und später zum Verlust der gelockerten Zähne. Es bilden sich Zahnfleischtaschen mit anaeroben Bakterien. Durch die Bakterienaktivität kommt es zu immer mehr Entzündungszeichen, nämlich Rötungen, Schwellungen und Blutungen des Zahnfleisches. Meistens werden diese frühen Anzeichen der Parodontose von den Patienten verharmlost. Dies wird durch die Werbung der Zahnpastafirmen in der Presse noch unterstützt. Es wird Patienten suggeriert, daß sich Zahnstein und Parodontose durch die Verwendung von gewissen Zahnpasten oder Mundwässer verhindern bzw. bessern läßt. Auch Zahnärzte erfahren häufig nicht von den Patienten, daß das Zahnfleisch bereits beim Zähneputzen blutet und untersuchen selten, ob Zahnfleischtaschen isoliert oder generell zu tasten sind. Dadurch ist es erklärbar, daß es in Veröffentlichungen heißt, 8o % der Bevölkerung leiden unter der "Volkskrankheit" Parodontose.

Hilfsmittel beim Zähneputzen

In Apotheken, Drogerien, Kaufhäusern und speziellen Mundhygienegeschäften gibt es eine Fülle von Hilfsmitteln für das Zähneputzen zu kaufen. Hier sei nur das erwähnt, was auch in meiner Praxis empfohlen wird. Es sollte eine weiche Zahnbürste mit einem kurzem Kopf und eine Zahnpasta mit nicht so hohen Abrasivmitteln benutzt werden. Ferner sollte bei einem noch nicht prothetisch versorgtem Gebiß mehrmals wöchentlich Zahnseide benutzt werden. Kronen, Brücken, Implantate und parodontal geschädigte Zähne mit einem großen Zahnzwischenraum brauchen eine Pflege mit einer verdickten Zahnseide (Superfloss). Um die Pflege objektiv sichtbar zu machen, existieren Kaudragees, die den verbliebenen Schmutz an den Zähnen rot färben. Damit kann jeder überprüfen, wie gut er selber putzt.

Was kann man tun bei Vorliegen einer Parodontoseerkrankung?

Da die gesetzliche Versicherung nur noch einmal im Jahr eine Zahnsteinentfernung bezahlt, sollte sich der Patient diese Zahnsteinentfernung alle 3 Monate gönnen und sie privat bezahlen. Privatpatienten erhalten mehrmals jährlich einen Zahnsteinentfernung von ihrer Privatkrankenversicherung bezahlt. Zunächst muß eine Zahnreinigung im Abstand von 3 Wochen durchgeführt werden, die auch die Konkremente subgingival entfernen. Der Patient muß alle Hilfsmittel beim Zähneputzen erklärt bekommen und diese anschaffen, um zuhause eine optimale Mundhygiene durchführen zu können. Bei der Wiedervorstellung des Patienten können Hygienebesserungen besprochen und geübt werden. Falls tiefe Taschen immer noch vorliegen, müssen diese objektiv gemessen werden. Ab 3 mm Taschentiefe bzw. lappig abstehendem Zahnfleisch ist eine Parodontosebehandlung sinnvoll, um durch geeignete Maßnahmen wieder 2-3 mm Taschen mit eng anliegendem Zahnfleisch zu bekommen.

Bei einer Parodontosebehandlung kann eine geschlossene und eine offene Parodontosebehandlung unterschieden werden.

Eine geschlossene Behandlung bedeutet, daß der Behandler das Zahnfleisch nicht von der Zahnwurzel abhebt, sondern kürrettiert und die Konkremente an der Zahnwurzel entfernt. Dies ist jedoch nur bei Zahnfleischtaschen von 2-3 mm sinnvoll. Der Behandler und der Patient hat bei dieser Methode nie die Sicherheit, daß alle Konkremente entfernt wurden. Im Rahmen von offenen Parodontosebehandlungen sehe ich immer wieder, daß trotz intensiver und mehrfacher Entfernung von Konkrementen unter dem Zahnfleisch sich immer noch genügend Schmutz befindet, der bei einer geschlossenen Kürrettage nicht gefunden wurde. Daher lehne ich eine geschlossene Methode völlig ab.

Eine offene Behandlung bedeutet ein Abklappen des Zahnfleisches partiell oder total, um einen Überblick über Knochentaschen, Knochenabbau und Konkremente auf der Zahnwurzel zu gewinnen. Unter Sicht kann die gesamte Zahnwurzel optimal gesäubert werden. Bei Wurzelreinigungen ohne Sicht ist ein komplettes Entfernen der Konkremente nicht möglich. Daher bevorzuge ich eine offene Parodontosebehandlung. Das kranke Zahnfleisch weist häufig Entzündzungsgewebe auf, das entfernt werden muß. Dadurch kommt es zu einer Taschenreduktion und später zu einem vollständigem Wiederanlegen des dann gesunden Zahnfleisches. In gewissem Maße sind durch die Parodontose bedingt später größere Zahnfleischzwischenräume und empfindliche Zähne, die optisch länger aussehen vorhanden.

Die Operation kann in Lokalanästhesie in 2 Sitzungen oder in Vollnarkose in einer Sitzung gemacht werden. Die Narkosekosten werden von den Krankenversicherungen nicht bezahlt.

Laserzusatzbehandlung

Eine komplette Parodontosebehandlung nur mit Laser halte ich nicht für möglich, da Laserenergie auch gesunde Strukturen verletzt. Durch eine ablative Wirkung von Erbium Yag Laser kann Zahnfleisch abgetragen werden. Es kommt zu weniger Blutungen bei der später offenen Parodontosebehandlung und zur Abtötung sehr vieler Keime durch die Anwendung der Laserenergie. Dadurch kommt es zu einer besseren Wundheilung. Alle Patienten berichteten, daß sie mit einer Laserzusatzbehandlung auch weniger Schmerzen nach der Behandlung hatten. Laserzusatzbehandlung haben sich im Rahmen einer Parodontoseoperation bewährt und werden von den Patienten sehr gut akzeptiert. Eine Laserzusatzbehandlung muss man privat zuzahlen.

Parodontoseoperatioen ohne Laserzusatz halte ich für veraltet.

Wie lange dauert die Heilung?

Die Heilung des Zahnfleisches nach einer Parodontosebehandlung hängt von dem Schweregrad der vorliegenden Parodontose ab. Geringe Taschentiefen bedürfen einer schonenden Parodontosebehandlung, die wenig schmerzhaft ist und auch gut und schnell ausheilt. Liegen jedoch sehr tiefe Taschen vor, ist die Behandlung häufig unangenehm und der Heilungsprozeß kann bis zu 4 Wochen dauern. Diese Zeiten gelten für die Patienten, die nach der Parodontosebehandlung sich eine gute Mundhygiene zur Pflicht machen.

4 mal im Jahr muß eine tiefe Zahnreinigung und Überprüfen der Mundhygiene stattfinden. Ferner sollte 2 Wochen nach einer Zahnreinigung eine professionelle Zahnreinigung mit einem Salz unter Hochdruckbedingungen durchgeführt werden. Da die Parodontose eine chronische Erkrankung ist, führen Zahnstein, Konkremente und eine weiterhin mangelhafte Mundhygiene zu einem Wiederauftreten der Parodontose und damit dann auch zu dem nicht zu vermeidbaren Zahnverlust.

Bei der Parodontosebehandlung ist es wichtig, daß ein Erfolg nach der Behandlung sichtbar wird und das Ergebnis auf Dauer gehalten wird. Dafür muß der Patient lebenslänglich mithelfen durch eine perfekte Mundhygiene in seiner Privatsphäre.

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6. Implantate

Derzeit bedeutet Zahnverlust nicht auch den Verlust von Komfort. Früher waren Teilprothesen und später Vollprothesen unvermeidbar. Heute kann Zahn für Zahn mit einem Implantat ersetzt werden, so daß auch immer eine feste prothetische Versorgung möglich ist. Dies ist jedoch sehr teuer. Seit dem 1.1.2005 erhält der gesetzlich versicherte Patient Zuschüsse von seiner gesetzlichen Versicherung zur Prothetik. Zu der Implantatoperation erhält der gesetzlich versicherte Patient keine Zuschüsse von seiner Krankenkasse. Der Privatpatient bekommt in der Regel die Implantologie auch bezahlt. Fragen Sie Ihren Zahnarzt, ob er die Implantologie Ihnen auch anbieten kann. Für den chirurgischen Eingriff sollte er sie zu einem Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen überweisen. Dieser ist in jeder auch noch so komplizierten Operationsmethode wie das Setzen der Implantate, der Knochentransplantatentnahme, der Membrantechnik, der Sinuslifttechnik, der Membrantechnik, der Methode zum Einbringen von körpereigenen gezüchtetem Knochen zum Knochenaufbau, dem Einbringen von Fremdknochen und Knochenersatzmaterialien geübt. Fragen Sie Ihren Behandler, ob er in der Implantologie zertifiziert ist und den Tätigkeitsnachweis des Implantatschwerpunktes Ihnen zeigen kann. Dann haben Sie als Patient die höchste Gewähr in guten Händen zu sein.

Seit über 30 Jahren gibt es mittlerweile Implantate. Durchgesetzt hat sich Titan als Werkstoff, gegen den es weltweit bisher keine Allergien gibt. Ich arbeite schon mehr als 18 Jahre implantologisch und setze Implantate und versorge sie auch prothetisch. In meiner Praxis verwende ich Straumann Implantate (ITI), Branemark Implantate (Nobel Biocare), SIC Implantate, IMZ Implantate. Leider hat sich die Anzahl der Anbieter in den letzten Jahren stark vermehrt, so daß ein Patient unter Umständen lebenslang an seinen Behandler gebunden wird, wenn dieser ihm ein Implantat setzt einer wenig benutzten Firma. Es sollten nur Implantate renommierter und auch national und international getesteter Firmen benutzt werden. Mit Sorge ist ferner zu beobachten, daß Implantate in Billigländern nachgebaut werden und zu Niedrigpreisen angeboten werden. Der Kunde hat so wenig Gewähr, daß diese unter Umständen nicht so präzise hergestellten Teile auch genauso lange halten wie renommierte und damit auch wesentlich teurere Implantate.

Ablauf der Implantatplanung

Eine genaue Untersuchung des Patienten und das Anfertigen eines Orthopantomogrammröntgenaufnahme ist notwendig. Der Patient muß auch wissen, daß unter Umständen Folgekosten später auftreten können. Erfahrene Operateure erkennen, wann welche Aufbauleistungen eines bereits abgebauten Kiefers notwendig sind. Teure Computertomogrammuntersuchungen, die eine hohe Strahlenbelastung haben, brauchen meist nur die unerfahrenen Kollegen. Jeder wirklich interessierte Patient erhält einen detaillierten Kostenvoranschlag über die Kosten der Chirurgie und die Kosten der Prothetik.

Hat sich der Patient zu einem Implantat entschieden, werden Situationsmodelle und eine Bohrschablone und eine Meßkugelschiene hergestellt, damit der Behandler genau planen kann, welchen Implantatdurchmesser und welche Implantatlänge er benötigt. Der Patient wird über die Operation und die Risiken aufgeklärt.

Am Operationstag erhält der Patient entweder eine örtliche lokale Injektion und sogenannte Schlafpillen oder zusätzlich auf Wunsch eine Vollnarkose. Das Implantat muß unter sterilen Bedingungen gesetzt werden. Meist werden die Schleimhäute über dem Implantat und dem eventuell benötigten Knochentransplantat und der GORE-Membran oder anderen Membranen zugenäht. Nach 3-6 Monaten im Unterkiefer und nach 9-12 Monaten im Oberkiefer können Implantate freigelegt und prothetisch belastet und prothetisch versorgt werden. Nach der Operation muß das Implantat geröntgt werden, ob es korrekt sitzt. Eine geringe Weichteilschwellung hält für ca. 2-3 Tage an. Nach einer Woche können die Fäden entfernt werden.

In einer kieferchirurgischen Praxis gehört das Setzen eines Implantates zu einer Routineoperation. Die dazu gehörende Implantatprothetik wird entweder von dem überweisenden Zahnarzt oder von uns durchgeführt. Unsere Praxis gehört zu den wenigen qualifizierten kieferchirurgischen Praxen, die auch die Implantatprothetik herstellen können.

Die ganzen Mühen einer Implantatoperation sollten lebenslänglich gepflegt werden. Eine regelmäßige Zahnsteinentfernung und entfernen aller Beläge durch eine professionelle Zahnreinigung verlängert die Lebensdauer der Implantate.

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7. Präprothetische Chirurgie

Hält eine Ober- oder Unterkieferprothese nicht mehr, wird häufig vergessen, daß unter Umständen die Anatomie des Kiefers nicht mehr in der Lage ist, eine Prothese zu tolerieren. Nach einem Zahnverlust wird eine Prothese getragen und im Laufe der Zeit baut sich der Kieferknochen immer weiter ab. Dadurch wird der Mundvorhof immer kleiner und Wangen- und Lippenbänder und das Zungenband hebeln die Prothesen ab. Die präprothetische Chirurgie führt zu einer deutlichen Besserung des Prothesenhaltes. Es handelt sich hier um eine Verstibulumplastik im Ober- und Unterkiefer, um eine Mundbodenplastik, um Lippen- und Wangenbänderdurchtrennung und um eine Zungenplastik. Nach der Operation mit dem normalen Skalpell treten sehr starke Schwellungen auf.

Ganz anders ist die Vestibulumplastik und Mundbodenplastik mit Laser. Es handelt sich um ein schonendes fast blutleeres Operieren. Die Schwellung nach der Operation ist wesentlich geringer als die Operation mit dem Skalpell. Die Operation kann in Lokalanästhesie in der Praxis durchgeführt werden.

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8. Zungenbandplastik

Festgewachsende Zungenbänder führen zu Sprachstörungen, zu einem vermehrten Auftreten von Caries und zum nicht Halten von Prothesen. Die Zunge kann gelöst werden und der Eingriff heißt Zungenbandplastik. Die Operation kann mit dem Laser absolut schonend und blutleer durchgeführt werden. Postoperative Schwellungen sind wesentlich weniger als die Zungenbandplastik mit dem Skalpell.

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9. Lippenbandplastik

Tief ansetzende Lippenbänder lassen die beiden oberen Frontzähne häufig sehr weit auseinanderstehen, was Diastema heißt. Überweist der Kieferorthopäde rechtzeitig ein Kind bei laufender Behandlung zu einer Lippenbandplastik zum Kieferchirurgen, so kann ein Diastema bei vorliegender Bebänderung innerhalb einer Woche verschlossen werden. Die Operation Lippenbandplastik ist genau wie die Zungenbandplastik mit dem Laser absolut schonend und blutleer durchzuführen und immer der Skalpelloperation vorzuziehen.

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